Vier Schülerinnen aus Ricarda-Huch-Schule in Dreieich qualifizieren sich im Präsentationswettbewerb „Jugend präsentiert“ für das Bundesfinale
Dreieich, 25. April 2026: Mit ihren Präsentationen zum Thema „Nervenzellen“ haben Katharina Haas-Wittmüß und Laetitia Scheurich sowie Yuni Nam und Marie Eckermann aus der Jahrgangsstufe 7 beim hessischen Länderfinale von „Jugend präsentiert“ an der Ricarda-Huch-Schule in Dreieich überzeugt und sich damit für das Bundesfinale in Berlin qualifiziert. Als besondere Auszeichnung gewinnen die Schülerinnen zudem die Teilnahme an der Präsentationsakademie, einem mehrtägigen Präsentationstraining mit professionellen Rhetoriktrainerinnen und -trainern von der Forschungsstelle Präsentationskompetenz der Universität Tübingen. Die Aufgabe im Länderfinale bestand darin, ein selbst gewähltes Thema aus den MINT-Fächern in sechs Minuten mithilfe digitaler Präsentationsfolien zu präsentieren. Das Bundesfinale findet am 27. September 2026 statt.
Insgesamt 120 Finalistinnen und Finalisten ziehen in das Bundesfinale ein, davon 21 Schülerinnen und Schüler aus Hessen. Bundesweit sowie an Deutschen Auslandsschulen hatten sich in diesem Jahr über 9.500 Schülerinnen und Schüler am Wettbewerb beteiligt, rund 430 von ihnen erreichten ein Länderfinale.
Großes Lob für die Teilnehmenden und Einblicke in wissenschaftliches Arbeiten
Brigitte Hirschler vom Hessischen Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen besuchte das Länderfinale, um die herausragenden Leistungen der Schülerinnen und Schüler zu würdigen. Sie betonte: „Die Teilnehmenden zeigen in bemerkenswerter Weise, wie sich anspruchsvolle Themen klar, präzise und zugleich anschaulich präsentieren lassen.“ Prof. Dr.-Ing. Yvonne Späck-Leigsnering vom Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der Technischen Universität Darmstadt bereicherte das Länderfinale in Dreieich zusätzlich mit Einblicken in ihre wissenschaftliche Arbeit.

Coachings zur Stärkung der Präsentationskompetenz für Schule und Zukunft
„Bei ‘Jugend präsentiert’ lernen Schülerinnen und Schüler, komplexe wissenschaftliche Inhalte verständlich zu präsentieren und ihre rhetorischen Fähigkeiten zu stärken. Das ist eine wertvolle Kompetenz, die weit über die Schulzeit hinaus relevant bleibt”, sagt Christian Kleinert, Geschäftsführer von „Jugend präsentiert”.
Bereits während der Länderfinale erhalten die Teilnehmenden individuelle Coachings von Rhetoriktrainerinnen und -trainern, um ihre Präsentationsfähigkeiten weiter auszubauen. In diesem Jahr übernahmen erstmals auch ehemalige Teilnehmende des Wettbewerbs diese Coachings. Als Teil des Programms für Ehemalige hatten sie zuvor an einem „Train-the-Trainer“ Programm teilgenommen, um sich für diese Aufgabe zu qualifizieren.
Bewertung der Präsentationen nach drei Kriterien
Für die Qualifikation zum Länderfinale reichten die Schülerinnen und Schüler zunächst ein Video ihrer Präsentation oder ein Erklärvideo ein. Alternativ konnten sie sich über einen Schulwettbewerb qualifizieren, den Schulen eigenständig durchführen können. An der Ricarda-Huch-Schule ist dieser Wettbewerb an die Jahrgangsstufe 7 im Fach Biologie gekoppelt und die Schülerinnen und Schüler bauen Zellmodelle aus Alltagsmaterialien und präsentieren diese. „Es begeistert mich jedes Jahr aufs Neue, wie einfallsreich unsere Schülerinnen und Schüler biologische Strukturen begreifen, gestalten und präsentieren“, sagt Lena Kunkel, Landeskoordinatorin von Jugend präsentiert in Hessen sowie Lehrkraft an der Ricarda-Huch-Schule. Sie ist für die Durchführung des Schulwettbewerbs und des Länderfinales verantwortlich.
Im gesamten Wettbewerb bewertet eine Jury, die aus Rhetorikexpertinnen und -experten, Lehrkräften, Ehemaligen des Wettbewerbs sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern besteht. Dabei spielen die Art der Darstellung eine zentrale Rolle, also etwa der Einsatz von Körpersprache und Stimme sowie die Gestaltung der Präsentationsfolien. Zudem sind die sachliche Richtigkeit und eine adressatengerechte Darstellung des Themas ein wichtiges Kriterium.
Kontakt Ricarda-Huch-Schule
Lena Kunkel
01632563992
fraukunkel@gmx.de
Friederike Gräßer 030 403 671 215
kommunikation@jugend-praesentiert.de
Die Jugend Präsentiert gGmbH stärkt die Präsentationskompetenz von Schüler*innen in den naturwissenschaftlich-mathematischen Fächern. Das Angebot richtet sich an Grund- und weiterführende Schulen und umfasst Fortbildungen für Lehrkräfte, Unterrichtsmaterialien und einen Wettbewerb. Die gemeinnützige Organisation wird von der Klaus Tschira Stiftung getragen. www.jugend-praesentiert.de
Die Klaus Tschira Stiftung (KTS) fördert Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik und möchte zur Wertschätzung dieser Fächer beitragen. Sie wurde 1995 von dem Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940–2015) mit privaten Mitteln ins Leben gerufen. Ihre drei Förderschwerpunkte sind: Bildung, Forschung und Wissenschaftskommunikation. Das bundesweite Engagement beginnt im Kindergarten und setzt sich in Schulen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen fort. Die Stiftung setzt sich für den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft ein. Weitere Informationen unter: www.klaus-tschira-stiftung.de
Am Seminar für Allgemeine Rhetorik an der Eberhard Karls Universität Tübingen werden Expertinnen und Experten für strategische Kommunikation ausgebildet und rhetorische Phänomene auf wissenschaftlichem Niveau erforscht. Themenschwerpunkte am Seminar für Rhetorik sind unter anderem Wissenschaftskommunikation, Multimediarhetorik, politische Rhetorik, rhetorische Psychologie sowie historische Rhetorikforschung. www.rhetorik.uni-tuebingen.de




